Theater Foolsgarden – Selbstdarstellung

4. März 2012

Fools Garden wurde 1977 gegründet – zunächst als Treffpunkt für Straßentheaterkünstler, Pantomimen, Clowns und Musiker. Es wurden vielfach Workshops (u.a. mit Django Edwards) veranstaltet. 1979 wurde der Verein eingetragen und die Bühne aufgebaut.

Fools Garden war auch ab 1979 kulturpolitisch initiativ im Bereich des freien Theaters und hat die Politik und Stadtbewohner durch Initiativen (Mitorganisator des 1. Festivals der freien Theatergruppen, Lobbyarbeit, Veranstaltungen) auf die Belange dieses für Hamburgs Kulturleben wichtigen Bereichs aufmerksam gemacht. Hier war der Fools Garden auch aktiv in der Programmgestaltung der ersten “Alstervergnügen”.

Der Zweck des Vereins/ Bühne war vornehmlich, freiem Theater jenseits des Staatstheaters überhaupt eine Bühne für Darstellung anzubieten. Jeder, der neue Ideen bzw. erste Schritte auf der Bühne, ausprobieren wollte, konnte hier immer auftreten. Da das Konzept keine inhaltlichen und qualitativen Einschränkungen aufstellte, war die Bühne ein natürliches Sprungbrett für alle neu entstehenden Darstellungsformen, wie auch Inhalte und somit ein lebendiger Katalysator im experimentierfreudigen Theaterumfeld der “Freien”.

Zusätzlich hat Fools Garden immer seine Einrichtung dem Stadtteil zur Verfügung gestellt und ethnischen Gruppen Möglichkeiten der Zusammenkunft und Darstellung ihrer Lebensweisen und Kultur (folkloristische Veranstaltungen usw.) gegeben.

Darüber hinaus war das Theater bemüht Kinderkurse, -feste und Veranstaltungen anzubieten.

Stilistisch bildete sich über die Jahre ein Programm ab, das Zauberkunst, dadaistisches Musiktheater, Pantomime, Puppentheater, Comedy, Free jazz, Folklore, Kabarett (Schwulentheater, Travestie, politisch) und Jugendrock umfasste.

Hier spielten in ihren Anfängen Künstler wie Achim Konejung, Ernie Schmidt (Lilo Wanders), Günter Schmidt, Stefan Gwildis, Bernhard Wolf, Christian von Richthofen, Alma Hoppe u.v.m.

Die inhaltliche Ausrichtung und das Konzept hat sich über die Jahre gehalten, wobei Straßenfeste, Schülertheaterveranstaltungen, die Konzertreihe Jazz im Schanzenviertel und das Projekt NEXT GENERATION, eine Kooperation mit dem jungen Jazzbereich der Hochschule für Musik und Theater hinzu gekommen sind.

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